Notfallseelsorge

Standortseelsorge

Verkehrsunfälle mit Verletzten oder Toten, Suizide oder Leichenfunde nach Türöffnungen gehören zu den belastenden Einsatzbildern der Feuerwehr Kitzingen. Ziel der Standortseelsorge ist es, die Einsatzkräfte adäquat auf diese Meldebilder vorzubereiten und Sie in ihrer psychischen Verarbeitung zu unterstützen. Dieser Dienst wird im Moment von folgenden Mitgliedern der Wehr übernommen:

  • Notfallseelsorger und Peer, sowie Beauftragter für Notfallseelsorge der katholischen Kirche, Joachim Somorowsky

Er ist  Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV)“ im Landkreis Kitzingen. Nähere Informationen dazu finden Sie unter www.psnv-kitzingen.de.

Die Standortseelsorge Kitzingen hat folgende Aufgaben:

  • Begleitung der Einsatzkräften vor, während und nach den Einsätzen
  • Begleitung von Unfallopfern, deren Angehörigen, von Zeugen und Ersthelfern bei Einsätzen der Feuerwehr Kitzingen
  • Beratung und Vermittlung von weitergehenden Hilfsangeboten für Einsatzkräfte und deren Familien
  • Beratung von Führungskräften im Konfliktmanagement und bei der Stress-und Traumaprävention

Ausarbeitung und Durchführung von Ausbildungseinheiten zu folgenden Themen:

  • Person droht zu springen – Einsatztaktik
  • Ethische und religiöse Grundlagen für den Umgang mit Menschen in Notsituationen und Verstorbenen an den Einsatzstellen
  • Persönliche Psychohygiene
  • Stress- und Traumaprävention
  • Grundlagenschulung „Stress im Einsatz“ im Rahmen der Truppmannausbildung
  • Psychische „Erste Hilfe“
  • Suizid – Hintergründe und persönlicher Umgang

Unser Seelsorger rückt wenn möglich ganz normal mit der Mannschaft zu den Einsätzen aus und übernimmt dann auf Anforderung des Einsatzleiters die seelsorgespezifische Aufgaben. Durch die Einbindung in das örtliche PSNV – Team übernimmt er aber auch seelsorgerliche Einsätze im gesamten Landkreis nach Anforderung. Dazu zählen:

  • das Überbringen von Todesnachrichten mit der Polizei
  • die Unterstützung des Rettungsdienstes und anderer Feuerwehren bei Verkehrsunfällen
  • die Betreuung von Angehörigen nach Unfällen, erfolglosen Reanimationen etc.
  • der Einsatz bei Großschadenslagen auch außerhalb des Landkreises