Inselbrand in Kitzingen?!

Die Kitzinger Feuerwehr erlebt zwar hin und wieder kuriose Einsätze, aber was da am 14. und 15. April 2013 abging war schon sehr aussergewöhnlich. Am Sonntag ein Inselbrand und am Montag ein mysteriöser Anruf von einem unbekannten Dach.

Der Kitzinger Frühling oder besser gesagt, die Veranstaltung, neigte sich langsam dem Ende entgegen, da gingen die Meldeempfänger der Frewilligen Feuerwehr Kitzingen auf. Die Leitstelle alarmierte zu einem vermutlichen Gartenhausbrand.

Bei Eintreffen zeigte sich eine Situation, die noch keiner der anwesenden Helfe je zuvor erlebt hatte:

Von einer kleinen Insel inmitte eines größeren Teiches stieg Rauch auf. Was da genau brannte war vom Ufer nicht auszumachen. Die Wassertiefe lag bei etwa knietief, allerdings bei schlammigen Untergrund.

Der Einheitsführer des Löschgruppenfahrzeugs wurde beauftragt, mit dem Schlauchboot und Feuerpatschen überzusetzen und zu erkunden. Das zweite Löschgruppenfahrzeug machte sich derweil auf, einen weiteren Zugangsweg zu finden, um eventuell an anderer Stelle näher an die Insel heranzukommen.

Die Meldung „Gartenhaus“ lag gar nicht soweit von der Wahrheit entfernt. Auf einem Baum befand sich eine Plattform, die möglicherweise zu einem Baumhaus heranwachsen hätte können, wenn sie nicht abgebrannt wäre.

Der Baum war innen hohl und brannte, so die Meldung des Einheitsführers auf der Insel, lichterloh. Was jetzt?

Mit dem Schlauchboot eine Pumpe auf die Insel bringen? Nein. Die Feuerpatschen waren aber auch sinnlos. Zwar hatten die Kräfte zusätzlich zu den Feuerpatschen den guten alten Löscheimer mitgenommen, aber damit einen Braum löschen?

Die Lösung fand sich, nachdem das zweite Löschgruppenfahrzeug eine Aufstellfläche in relativer Nähe zur Insel gefunden hatte: Mit dem Schlauchboot wurde eine C-Leitung auf die Insel gezogen und vom Löschgruppenfahrzeug Wasser auf das Rohr gegeben.

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Der zweite kuriose Fall begann am Montagabend mit dem Anruf der Leitstelle. Die Disponentin hatte einen Anruf von zwei Jungs bekommen, die auf einem Dach festsäßen, aber nicht wüssten, wo. Sie bat darum, die Anrufer zurückzurufen, um im Gespräch und mit Ortskenntnis herauszufinden, wo sie denn seien.

Im Gespräch stellte sich heraus, dass die bieden Fassadenklettere über das Gerüst an einem Zweckbau auf das Dach gekommen waren, aber das Gerüst wohl nicht mehr nutzen könnten. Das Motiv, so der Gesprächspartner der Feuerwehr, sei eine Mutprobe gewesen.

Mit dem Kommandowagen fuhr eine Einsatzkraft zum Objekt, um die Lage zu erkunden. Im Innenhof wurde er dann fündig. Die Personen standen auf dem Dach eines erkerähnlichen Vorbaus. Vom eigentlich Dach waren sie durch Sprung oder Herunterhangeln auf diesen Vorbau gelangt. Nach oben konnten sie nicht mehr und nach unten ging es ebenfalls nicht, hätten sie doch einen Sprung von mehreren Meter Höhe durchführen müssen.

Mit der Drehleiter wurden die männlichen Dacherkunder auf den Boden des Hofes und der Tatsachen gebracht.

 

 

 

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