Wenn’s dem Fön in der Sauna zu heiß wird.

Montag, den 06.08.2012. Die Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kitzingen hatten gerade die Fahrzeuge besetzt, um sich in die Löschanlage einer EDV-Anlage einweisen zu lassen, da unterbrach der Alarmgong die Vorbereitungen. Die Brandmeldeanlage eines Saunabetriebes hatte einen Alarm an die Integrierte Leitstelle Würzburg gesendet, die umgehend die Feuerwehr Kitzingen alarmierte. Bei Eintreffen an der Einsatzstelle kamen dem Einsatzleiter die Bediensteten mit den Worten „ein Fön hat gebrannt“ entgegen. Tatsächlich fand sich im Bereich der Umkleiden ein ausgebrannter Fön, der bereits von einem Gast gelöscht worden war. Der fest installierter Haartrockner hatte vermutlich wegen eines technischen Defektes überhitzt. Durch den Brand war es zu einem Kurzschluss gekommen und die betreffenden Anschlussdosen waren spannungsfrei. Verletzte gab es keine und außer dem Föhn selbst und einer leichten Geruchsbelästigung sind keine Schäden zu verzeichnen. Durch elektrotechnisches Fachpersonal der Feuerwehr wurde der Fön abgeklemmt und die Saunagäste konnten wieder ungetrübt ihrem Vergnügen nachgehen, nachdem die Brandmeldeanlage zurückgesetzt worden war. In diesem Zusammenhang weist die Feuerwehr daraufhin, dass Wasser nicht das geeignete Löschmittel bei einem Brand von Elektrogeräten ist, solange diese mit dem Stromnetz verbunden sind. Im vorliegenden Fall hatten korrekt funktionierende Sicherungselemente die Spannung – bedingt durch den Kurzschluss im Fön – abgeschaltet, doch dies muss nicht immer so sein. Schlechte Installationen, Fehler in den Sicherungssystemen oder noch kein Kurzschluss oder Fehlerstrom im brennenden Gerät können dazu führen, dass Spannung anliegt. Im ungünstigsten Fall könnte es zu einer Spannungsübertragung durch das Wasser auf die löschende Person kommen. Die Feuerwehr empfiehlt in derartigen Situationen:

  1. Feuerwehr alarmieren – Telefon 112
  2. Netzstecker ziehen, soweit vorhanden und gefahrlos zugänglich oder
  3. Am Sicherungskasten die entsprechende Sicherung herausnehmen bzw. mittels Sicherungsautomat den Bereich freischalten
  4. Das Gerät beim Löschversuch mit Pulverlöscher oder Kohlendioxidlöscher oder mittels (bei kleineren Geräten) eventuell Löschdecke nicht berühren.
  5. Der Rauch von brennenden und schmelzenden Kunststoffgehäusen beinhaltet eine Vielzahl von giftigen Brandfolgeprodukten. Den Rauch nicht einatmen. Im Zweifelsfall verlassen Sie den Raum, schließen  Türen und Fenster und warten Sie auf die Feuerwehr. Sollten Sie Rauch eingeatmet haben, wenden Sie sich an die Feuerwehr bzw. den Rettungsdienst, der bei Bränden meist mit an die Einsatzstelle beordert wird.

 

Bilder: FFW Kitzingen
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