Großübungen 2005 bis 2011

Abschlussübung des 1. Löschzuges-Gefahrgut-Kitzingen

Am Samstag, 12.03.2011, fand die nach der Winterausbildung jährlich wiederkehrende Gefahrgut-Abschlussübung statt, welche heuer auf dem Betriebsgelände des Gewerbebetriebs Veolia Umweltservice Süd GmbH u. Co.KG in Kitzingen abgehalten wurde.
Als Szenario hatten sich die Planer der Übung ausgedacht, dass ein Saugwagen des Betriebs, welcher Lösemittel geladen hatte, undicht geworden war. Dies wurde durch Firmenmitarbeiter beim Einfahren des Fahrzeuges auf dem Betriebshof festgestellt, welche erfolgreich Erstmaßnahmen zur Gefahrenbeseitigung durchführten. Das auslaufende flüssige Medium musste von den eingesetzten Feuerwehren erkannt und aufgefangen werden, im Anschluss die Leckage des Saugwagens abgedichtet werden.
Über die Unterscheidungsnummer (UN Nummer) konnte der Stoff rasch ermittelt werden. Hierbei stellte sich heraus, dass es sich um Material handelt, welches leicht verdampft und dadurch eine explosive Atmosphäre bilden kann. Für die vorgehenden Feuerwehrtrupps war es sehr wichtig an der Einsatzstelle Funkenbildung zu vermeiden und spezielle Erdungsmaßnahmen zu beachten. Hierfür ist speziell der Gerätewagen Gefahrgut (GWG) mit Schutzanzügen, Werkzeugen und Auffangbehältern, sowie Umfüllpumpen ausgestattet. Der Ausrückebereich des Fahrzeugs ist der Landkreis Kitzingen sowie kleine Teile der Landkreise Bamberg und Schweinfurt.
Der 1. Löschzug-Gefahrgut des Landkreises Kitzingen setzt sich aus Teilen der Feuerwehren Iphofen, Sickershausen und Kitzingen zusammen.

Beobachtet wurde die Übung von Oberbürgermeister Siegfried Müller, der Feuerwehrreferentin Rosmarie Richter und der Betriebsleitung der Firma Veolia Umweltservice Süd.
Vielen Dank an den Kitzinger Gewerbebetrieb für die Bereitstellung des Übungsgeländes und den eingesetzten Mitarbeitern.
Nach der Übung gab es im Floriansstüberl der Feuerwehr Kiztingen eine kleine Brotzeit.

Text: HaZi
Bilder: Höschi


Feuerwehren üben am Gefahrgutzug der DB Netz AG

„Großen Bahnhof“ auf Gleis 14 am Kitzinger Bahnhof gab es für Anwohner und staunende Zuschauer bis zum Donnerstag dieser Woche. Bis dorthin gab es seit Dienstag, 23.11.2010, täglich nachmittags bis in die Abendstunden, für Feuerwehren durch deren Zuständigkeitsbereich DB-Strecken verlaufen, die besondere Gelegenheit zum Training unter möglichst realen Bedingungen.

Hierbei lernten die freiwilligen Einsatzkräfte den Umgang mit Situationen kennen, welche in der Realität äußerst große Herausforderungen für sie wären. Wie die Entgleisung von fünf benzinbefüllten Kesselwagen, mit anschließendem verheerenden Großbrand im Jahre 1994 bei Zürich-Affoltern zeigt, dass die Vorbereitung auf solche mögliche Ereignisse sinnvoll ist.

Zum Beginn der Schulung, in einem umgebauten Reise-Eisenbahnwaggon, wurden gesetzliche Bestimmungen, Regelwerke der DB Netz AG zum Gefahrguttransport sowie Gefahrenabwehr, Aufbau zweier Kesselwagen sowie deren Füll-, Entleerungs- und Sicherheitstechniken vorgestellt. Danach wurde den Teilnehmern an einem, speziell hierfür hergerichteten Kesselwagen die Bedeutung diverser Anschlüsse und Ventile erklärt. Anschließend wurde beim bereitgestellten Leckagewaggon, bei welchem neun verschiedene Austrittsmöglichkeiten des Inhalts simuliert werden können, durch die eingesetzten Feuerwehren mit jeweils eigener vorhandener Technik und Ausrüstung das Abdichten und Auffangen von austretenden Gefahrstoffen geübt.

Seit Dienstag probten, immer in zwei Gruppen mit jeweils 20 Teilnehmern, die Stadtfeuerwehr Kitzingen mit allen vier Stadtteilwehren. Bis Donnerstag folgten Gruppen der Freiwilligen Feuerwehren aus Buchbrunn, Mainstockheim, Martinsheim, Iphofen, Mainbernheim, Marktbreit, Markt Einersheim, Obernbreit, Willanzheim sowie der THW-Ortsverband Kitzingen.

Stadtbrandinspektor Engelbert Scherer, Regierungsoberamtsrat Helmut Meyer vom Landratsamt Kitzingen sowie der Fachberater für Gefahrgut des Landkreises, Kreisbrandmeister Hans Dresch, dankten den Bahnbediensteten Horst Fechner und Ingo Piersig für die Bereitstellung des Zuges und die kompetente Ausbildung. Die beiden gelernten Eisenbahner sind mit den DB-Ausbildungs-Gefahrgutzug in Fulda stationiert und bereisen für solche Ausbildungen das ganze Bundesgebiet, 42 Wochen im Jahr, wie Piersig mitteilt. Am kommenden Montag sind die Beiden schon wieder zur Ausbildung in Göttingen.

HaZi


Alle Patienten der Station 3A gerettet: Übung in der Klinik Kitzinger Land

Es war leicht zu glauben, dass der Ernstfall eingetreten war. Zu minutiös war die groß angelegte Alarmübung am Montag in den Abendstunden durchgeführt worden und nur wenigen Führungskräften zuvor bekannt gewesen.

Vom Schwesternstützpunkt der Station 3A aus wurde ein Brand in einem Patientenzimmer zur Hauszentrale am Empfang gemeldet als plötzlich – nachdem um 19:30 Uhr zur Leitstelle Würzburg der Notruf abgesetzt worden war – die Freiwillige Feuerwehr Stadt Kitzingen und Rettungsdienst anrückten, spätestens dann war dem Klinikpersonal, Patienten und Besuchern klar:
Hier lag ein Ernstfall vor – zum Glück nur ein inszenierter.

Es galt in der Station liegend kranke sowie auf Rollstühlen angewiesene Patienten so schnell wie möglich aus der künstlich verrauchten Gefahrenzone zu retten, gleichzeitig wurde der Brand durch mehrere Feuerwehrtrupps von verschiedenen Seiten aus bekämpft. Da das Treppenhaus für die Rettung nicht zur Verfügung stand, mussten zwei Patienten mit der Drehleiter über einen Balkon nach unten geholt werden.

Die Entscheidung für diese Übung fiel vor dem Hintergrund der Klinikleitung eine komplette Station im Krankenhaus schnellstens horizontal zu evakuieren und die Zusammenarbeit zwischen Klinikpersonal, Rettungsdienst und Feuerwehr hierbei zu testen.

Seitens der Beobachter der Übung, Chefarzt Dr. Stephan Rapp und stellvertretenden Klinik-Vorstand Uwe Pfeiffle, Rettungsdienstleiter Sven Appold sowie Kreisgeschäftsführer Harald Ehrhard vom BRK-Kreisverband Kitzingen zeigte man sich mit dem Übungsablauf zufrieden wenngleich man sich einig war, dass aufgetretene Schwachstellen diese Woche noch abgearbeitet werden. Unter anderem ergaben sich innerhalb des Gebäudes teilweise Probleme im Funkverkehr, was fatale Folgen für die eingesetzten Feuerwehrtrupps unter Atemschutz nach sich ziehen könnte.

Im Einsatz waren vier Notärzte, der Rettungsdienst aus Kitzingen, die BRK-Bereitschaften aus Wiesentheid, Volkach und Kitzingen mit mehreren Großzelten nebst Feldküche sowie 10 Verletztendarsteller des BRK, insgesamt rund 50 Mitarbeiter. Gesamteinsatzleiter war Stadtbrandinspektor Engelbert Scherer von der Stadtfeuerwehr Kitzingen, welche mit 39 Freiwilligen anrückte, Stadtbrandmeister Markus Ungerer war als Abschnittsleiter eingesetzt.

Feuerwehr Kitzingen


Abschlussübung der Feuerwehr-Aktionswoche in Kitzingen

Am Samstag, 26.09.2009, in den späten Nachmittagsstunden, wurde im Industriebetrieb GEA Brewery Systems GmbH in Kitzingen die Abschlussübung der Feuerwehr-Aktionswoche in Kitzingen abgehalten. Insgesamt 180 Einsatzkräfte aller fünf Freiwilligen Feuerwehren aus dem Stadtgebiet mit den Feuerwehren aus Albertshofen und Iphofen, den beiden Werkfeuerwehren Fehrer und Frankenguss Kitzingen, der Notfallseelsorge des Landkreises sowie den Rettungsdienst probten den Ernstfall. Die Zusammenarbeit der Wehren im angenommenen Großschadenereignis untereinander , der Explosion von Gasflaschenbündel im Gaslager sowie die Befreiung einer unter einem Container eingeklemmten Person, klappte problemlos. Ferner probte man das Befördern von Löschwasser über weite Strecken, hierzu wurde der Main „angezapft“. Der Großübung wohnten der Oberbürgermeister der Stadt Kitzingen nebst zuständigen Sachgebietsleiter, die Feuerwehrbeauftragte, eine interessierte Stadträtin, die Landrätin sowie Teile der Feuerwehr-Landkreisführung bei.

Hierbei soll nicht unerwähnt bleiben, dass zum Meinungsaustausch nach Übungsende durch die Objekt gebende Firma eine Brotzeit für alle Teilnehmer bereit gestellt wurde.

Feuerwehr Kitzingen


Übung im Gasthaus Rotes Roß

Am Sonntag ab 7.30 Uhr wurde wieder eine Stadtteilübung abgehalten. Diesmal war das Übungsobjekt in Hohenfeld im Gasthaus Rotes Roß. Nachdem die Durchsage der Leitstelle Würzburg erfolgte, eilten über 80 Frauen und Männer von den Feuerwehren aus Kitzingen, Sickershausen, Hohenfeld, Hoheim und Repperndorf zu dem Übungsobjekt. Angenommen wurde, dass eine Friteuse Feuer gefangen hatte. Das Küchenpersonal löschte das Feuer fälschlicherweise mit Wasser, somit kam es zu einer Fettexplosion, welche die Küche entzündete. Daraufhin wurden mehrere Personen im Gebäude eingeschlossen. Unter schwerem Atemschutz marschierten die Atemschutzgeräteträger in das vernebelte Gasthaus, um die eingeschlossenen Personen zu retten. Weitere Trupps bauten die Wasserversorgung auf und löschten die Brandstellen im Gebäude.
Die Einsatztätigkeiten wurden von Oberbürgermeister Siegfried Müller, Feuerwehrreferentin Rosi Richter, deren Stellvertreter Manuel Müller, Stadträtin Hiltrud Stocker und Stadtbrandinspektor Engelbert Scherer beobachtet.

Während dieser Übung ereilte einen Teil der Einsatzkräfte ein realer Einsatz. Auf dem Gelände der Marshall Heights musste ein Reh befreit werden, das sich in einem Tor verfangen hatte und sich nicht mehr selbstständig befreien konnte.

Feuerwehr Kitzingen


Übung in der „Klink Kitzinger Land“

Am Freitag, 05.10.2007, übte in den Abendstunden die Stadtfeuerwehr Kitzingen in der „Klinik Kitzinger Land“ in Kitzingen. Angenommen wurde hierbei ein Zimmerbrand mit einer bettlägerigen Person in der dritten Ebene des Gebäudes. Hierzu wurde ein Zimmer im Verwaltungsbereich vernebelt. Durch die Rauchentwicklung löste die automatische Brandmeldeanlage der Klinik Alarm aus. Im betroffenen Bereich schlossen sich daraufhin die Rauchschutztüren, die Feuerwehr wurde alarmiert. Der Patient wurde durch die Einsatzkräfte aufgefunden und sogleich mit seinem Bett in den nächsten Rauchabschnitt geschoben. Von dort aus wurde er mit Hilfe der Drehleiter über einen Balkon nach unten gerettet. Bei der Übung stellten sich die Feuerwehrfahrzeuge zuerst im vorgesehenen Bereitstellungsraum auf. Nach Erkundung der Lage wurden sie dann weiter um das Gebäude in Position gebracht. Es folgten ein Innenangriff über den Haupteingang und Treppe sowie ein zeitgleicher Innenangriff über das hintere Treppenhaus, bis hin zum betroffenen Zimmer. Hierbei galt es weite Strecken zu bewältigen, Funkkontakt nach außen zu halten und mit Selbsthilfeeinrichtungen (Wandhydranten) der Klinik zu arbeiten. Seitens der Klinik wurde die Übung durch den Chefarzt der Anästhesie, Herrn Dr. Rapp, dem Wirtschaftsleiter Herrn Zängler, dem Technischen Leiter Herrn Hein und durch Herrn Hegwein, Brandschutzbeauftragter, beobachtet und mit der Feuerwehreinsatzleitung abschließend besprochen. Die Klink hat 237 Betten und jährlich ungefähr 11000 Patienten, verteilt auf vier Gebäudeebenen. Täglich arbeiten in ihr rund 400 Beschäftigte.

HaZi


„Brand in der Friedrich-Bernbeck-Schule“

lautete die Alarmierung zur Abschlussübung der Feuerwehr-Aktionswoche im Landkreis Kitzingen. Die Übung wurde in der Großen Kreisstadt Kitzingen, am Platz der Partnerstädte abgehalten. Ausgangslage war, dass durch einen technischen Defekt ein Brand im Dachgeschoss der Friedrich-Bernbeck-Schule (Staatliche Wirtschaftsschule) ausgebrochen ist, welcher sich rasch fortentwickelt. Das Treppenhaus wurde dadurch unpassierbar. Zwei Schulklassen waren unter dem Dach eingeschlossen. Eine weitere Schulklasse im Lehrerzimmer konnte sich über einen Fluchtweg zur angebauten Evangelischen Stadtkirche selbst retten. In die Übung waren 23 Verletztendarsteller einbezogen. Zwei von ihnen flüchteten auf das Dach der Schule (Darsteller waren professionelle Dachdecker) und wurden von der Stadtfeuerwehr über eine Drehleiter gerettet. Die innerstädtische Hauptschlagader, die Kaiser-Wilhelm-Straße, welche direkt am Geschehen vorbeiführte, war wegen der anrückenden Feuerwehren zeitweise verstopft. Im weiteren Verlauf der Übung, welche in sehr begrenzten baulichen Begebenheiten stattfand, wurden alle Personen gerettet, der Brand gelöscht. Im Einsatz waren insgesamt 113 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kitzingen, die Stadtteilfeuerwehren aus Repperndorf, Hoheim, Hohenfeld und Sickershausen, die Notfallseelsorge, das BRK, die Unterstützungsgruppe für die örtliche Einsatzleitung des Landkreises Kitzingen sowie die Werkfeuerwehr Fehrer. Neben zahlreichen Zuschauern, teils aus Schule und Kirche, wurde die Übung auch durch die lokale Politprominenz gut besucht. Nicht zu vergessen natürlich die Damen des Feuerwehr-Frauenstammtisches, welche für die Verpflegung zuständig waren und alle Verletztendarsteller/innen, durch deren Zutun die Übung letztendlich zu einem großen Erfolg für die Feuerwehren der Stadt Kitzingen wurde.

HaZi


Übung der Ölwehr – Landkreis Kitzingen

Am Samstag, 21.04.2007, übte bei Volkach die Ölwehr des Landkreises Kitzingen. Die Ölwehr setzt sich aus dem THW-Ortsverband Kitzingen, der Freiwilligen Feuerwehr Volkach sowie der Stadtfeuerwehr Kitzingen zusammen. Geprobt wurde ganztägig das Einziehen der landkreiseigenen Ölsperre (Länge bis 300 m) auf dem Main und die Vornahme von verschiedenen Geräten zur Aufnahme und Reinigung von ölverunreinigten Wasser. Der Fluss ist zur Zeit, wegen Inspektion der Schleußen gesperrt, sodass die Berufsschifffahrt auf der Bundeswasserstraße wegen der Übung nicht beeinträchtigt wurde.

HaZi


Abschlussübung des 1. Löschzug-Gefahrgut (1.LZG) des Landkreis Kitzingen.

Am Samstagnachmittag, 10.03.2007, schloss die Winter-Ausbildung des 1. LZG mit einer Abschlussübung bei der Firma SULO Süd GmbH u. Co.KG (vormals NBS) in Kitzingen ab. Der 1. LZG Kitzingen setzt sich aus den Freiwilligen Feuerwehren Iphofen, Sickershausen und Kitzingen zusammen. Die Übungsannahme war, dass beim Entladen eines Problem-Sammeltransporters ein Mitarbeiter bewusstlos zusammenbricht. Es bestand der Verdacht, dass ein Behältnis mit unbekannten Gefahrgut beschädigt wurde. Die Übung lief, wie im Ernstfall auch, nach einem besonderen Ablaufschema ab.

Nach Übungsende wurde den anwesenden Stadträten, dem Bürgermeister, dem Stellvertreter der Landrätin sowie den Vertretern der Presse das neue Tanklöschfahrzeug 24/50 (TLF) erstmalig, teils im Einsatzbetrieb, vorgestellt. Das neue TLF 24/50 ist als Ersatz für einen 35 Jahre alten Wasserwagen bei der Stadtfeuerwehr untergestellt. Die Gäste waren von der Neuanschaffung vollen Lobes.

Text: HaZi
Foto: MU u. BH


Großübung bei der Fa. Fehrer

Bei der am Samstag, 24.09.2005, abgehaltenen zentralen Großübung der Feuerwehr-Aktionswoche stellten die Freiwilligen eine enorme Schlagkraft in Sachen Brandbekämpfung und technischer Hilfeleistung dar. Um 16 Uhr war im Industriebetrieb Fehrer in Kitzingen Übungsbeginn. Das Drehbuch stammte vom Kommandanten der Werkfeuerwehr Fehrer, Peter Eschenbacher und hatte es hinsichtlich der Aufgabenvielfalt „in sich“. Die Übung zog sich über große Teile des Werksgelände und hinunter bis zum Main hin. Brandbekämpfung, Befreien von in Aufzügen festsitzenden Personen, Menschenrettung vom einem Hallendach, Suche eines vermissten Werksangehörigen, Befreien von eingeklemmten Personen nach verschiedenen Unfällen, Wasserförderung aus dem Main sowie die Abschirmung benachbarter Gebäude gegen Brandgefahr waren die Übungsschwerpunkte. Bei Teilen der Aufgaben musste zusätzlich noch eine mögliche Explosionsgefahr sowie die Gefährlichkeit von chemischen Stoffen beachtet werden.
Die wenigen Zuschauer der politischen Lokalprominenz sowie interessierte Bürger waren über das vielfältige Szenario und die gute Zusammenarbeit der einzelnen Hilfsorganisationen untereinander angenehm überrascht. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren Kitzingen, Hohenfeld, Hoheim, Repperndorf, Sickershausen und Albertshofen, die Werkfeuerwehren der Firmen Fehrer und Sachs Gießerei aus Kitzingen und Großlangheim, das THW und das BRK sowie das Betonpumpenfahrzeug der Firma Lenz-Ziegler-Reifenscheid, allesamt jeweils aus Kitzingen.
Im Einsatz waren insgesamt 190 Helfer mit 20 Fahrzeugen.

Text: HaZi
Foto: Peter Fischer


Gefahrgutunfall – Übung

Letzten Samstag war die Fabrikationshalle des Spezial-Farbenherstellers „Steel-Paint“ in Kitzingen Übungsobjekt für den 1. Löschzug-Gefahrgut (1.LZG) des Landkreises Kitzingen. Dieser Löschzug setzt sich aus Teilen der Freiwilligen Feuerwehren Kitzingen, Sickershausen und Iphofen zusammen.
Angenommen wurde, dass eine größere Menge Xylol in einer Fabrikationshalle ausgelaufen war. Firmenmitarbeiter brachten daraufhin die vorhanden Löschwasser-Rückhaltebalken an den Hallentoren an. Ein Mitarbeiter, welcher noch versucht haben soll, einen Schieber zu schließen, galt als vermisst.
Um 15 Uhr wurde der 1. LZG Kitzingen alarmiert. Bei Eintreffen suchten sofort zwei Trupps, in spezieller Schutzkleidung, nach den Verletzten und brachten ihn in Sicherheit. Zeitgleich wurde mit dem Detektieren der ausgelaufenen Flüssigkeit begonnen. Löschtrupps standen mit Wasser, Schaum- und Trockenlöschmittel in Bereitschaft. Ein weiterer Trupp maß ständig die Umgebungsluft um die Schadensstelle, da eventuell Explosionsgefahr hätte bestehen können. Zwischenzeitlich wurde auf dem Firmenhof eine Dekontaminationsstelle eingerichtet. Einsatzleitung, Beobachter und Firmenpersonal zeigten sich mit dem Ablauf der Übung zufrieden.

HaZi

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