Neuanschaffung Fahrzeug-Stabilisierungssystem

Jeder Pkw-Unfall mit eingeklemmten Personen stellt eine besondere Herausforderung für Einsatzkräfte dar. Bei einem relativ einfach zu handhabenden Unfall steht das Auto auf der Straße und ist gut zugänglich. Um Erschütterungen und damit Verlagerungen der Unfallopfer zu vermeiden, wird das Fahrzeug stabilisiert und eine Betreuungsöffnung geschaffen. Die eingeklemmten Patienten werden untersucht und betreut.

Diese Vorgehensweise ist ein Teil der patientenorientierten Rettung. Früher wurde die Meinung vertreten, dass Patienten so schnell wie möglich aus einem verunfallten Pkw befreit werden müssen. Diese Variante nennt man heute Crash-Rettung. Diese wird jedoch nur dann angewendet, wenn die Verletzungen des Patienten oder andere Gefahren keine Zeit für die patientenorientierte Vorgehensweise lassen.

Problematisch sind aber Situationen, bei denen das Unfallfahrzeug auf der Seite, schräg in einem Graben oder auf dem Dach liegt.

Die Stabilisierung des Pkw ist auch hier zwingend notwendig. Wenn während der Betreuung durch Notarzt und Feuerwehr das Auto durch Entlastungsschnitte und Spreizarbeiten in unkontrollierte Bewegung gerät, können eingeklemmten Personen noch stärker verletzt werden. Auch für die Einsatzkräfte, die zur Betreuung der Patienten im Fahrzeug sind, können so Gefahren entstehen.

Deshalb beschaffte die Feuerwehr Stadt Kitzingen ein Pkw-Stabilisierungssystem. Freitag, 01.02.08, war Premiere. Während einer Übung konnten sich Einsatzkräfte mit der Neuanschaffung vertraut machen und die Anwendung ausprobieren.
Die Handhabung ist einfach, der taktische Einsatzwert sehr groß. Das Stabilisierungssystem ist in zwei großen Taschen untergebracht. Diese sind auf den Rüstwagen verlastet, der bei Verkehrsunfällen als eines der ersten Fahrzeuge ausrückt.

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