Einsätze 2006

Umgekippter LKW nach Reifenplatzer

Am Donnerstag, 28.12.2006, gegen 6.45 Uhr, geriet auf der BAB 7 in Fahrtrichtung Fulda, ein Sattelzug aufgrund eines geplatzten Vorderreifens nach links und prallte in die Mittelschutzplanke. Hierbei wurde sein Treibstofftank aufgerissen. Ein nachfolgender Lastzug, welcher mit Büchern beladen war, kam unmittelbar danach bei der Unfallstelle von der Fahrbahn nach rechts ab und kippte um. Hierbei wurde der Anhänger des Gespanns abgerissen. Personenschaden entstand hierbei nicht, es kam aber zu nicht unerheblichen Verkehrsbehinderungen, teilweise auch in Fahrtrichtung Ulm.

Foto: FF-Kitzingen


Am Sonntag, 24. September 2006, gegen 9.45 Uhr, wurde die Freiwillige Feuerwehr Kitzingen alarmiert. In einem Wohnhaus in der Rosenstraße war es zu einer Rauchentwicklung gekommen. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Treppenhaus stark verqualmt, in der Dachgeschosswohnung, hatte eine Waschmaschine gebrannt. Zwei Personen wurden über die Drehleiter gerettet, da das Treppenhaus nicht mehr begehbar war. Mit Hilfe eines Pulverfeuerlöschers hatte ein Hausbewohner noch versucht das Feuer zu bekämpfen. Hierbei zog er sich eine Rauchvergiftung zu und wurde durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Brandursache war vermutlich ein technischer Defekt an einer Waschmaschine. Die Maschine, soll nach Angaben einiger Beteiligter, erst vor 14 Tagen neu gekauft worden sein.

HaZi


Gestern, kurz nach 14.30 Uhr kam es in Kitzingen zu einem PKW-Brand. Nachdem er in der Innenstadt keinen Parkplatz gefunden hatte, fuhr der Fahrer eines älteren VW-Polos zum Parken auf den Bleichwasen. Dort bemerkte er im Fahrzeuginnern Rauchausbreitung. Beim Öffnen der Fahrzeughaube stellte er fest, dass im Motorraum Feuer ausgebrochen war. Die Stadtfeuerwehr Kitzingen löschte in kurzer Zeit den Brand mittels Schaum. Die Einsatzfahrzeuge wählten nicht die Anfahrtsroute über die Schrannenstraße (gesperrt wegen Jahrmarkt) oder durch Etwashausen (gesperrt wegen Dorferneuerung) sondern fuhren über einen, üblicherweise Radfahrern und Fußgängern vorbehaltenen Weg, entlang des Mains.


Museumsstück beim Arzt untersucht

Die moderne Forschung geht manchmal ungewöhnliche Wege. In einer Kitzinger Arztpraxis wurde gestern ein älterer Patient untersucht – und das alles ohne Krankenschein und Praxisgebühr.
Es handelt sich dabei um einen Einbaum aus dem Städtischen Museum in Kitzingen. Der Einbaum ist 3,10 Meter lang. Den Schätzungen zufolge stammt er aus dem 14./15. Jahrhundert. Gefunden wurde er 1938 im Mainschlamm. Genaueres soll jetzt eine Untersuchung per Computertomographen (CT) ergeben, für die ein Kitzinger Radiologe seinen neu installierten CT zur Verfügung gestellt hatte. Das Gerät macht Bilder von den Jahresringen, mit denen sich letztlich das Alter des Baumes bestimmen lässt. Herkömmliche Untersuchungsmethoden sind wegen des porösen Holzzustands des Einbaums nicht möglich gewesen.
Begleitet wurde die Aktion von einem Experten für Holzalterbestimmung der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, der Kitzinger Museumsleitung, etlichen Helfern, Fernsehteams und der Presse. Nachdem festgestellt worden ist, dass der Vorläufer des heutigen Kanus für den Weg über das Treppenhaus zu lang war, wurde die Freiwillige Feuerwehr Kitzingen auf den Plan gerufen.
Gut verpackt wurde das Museumsexponat mit Hilfe der Drehleiter in den vierten Stock der Arztpraxis verfrachtet und dort in den CT geschoben. Das Ergebnis der Altersbestimmung wird erst in einigen Tagen feststehen.


Am Montagabend, gegen 17.45 Uhr, war ein junger Mann mit seinem Renault von Kitzingen in Richtung Sulzfeld unterwegs. Beim Linksabbiegen übersah er offenbar einen entgegenkommenden Audi. Beide Fahrzeuge prallten fast frontal zusammen. Der Renault wurde dabei in den Straßengraben geschleudert, sein Fahrer im Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Er wurde von der Stadtfeuerwehr Kitzingen und der Freiwilligen Feuerwehr Sulzfeld aus seinem Autowrack befreit. Der Audi kam von der Straße ab und prallte noch gegen einen kleineren Anbau auf einem benachbarten Firmen-Betriebsgelände. Dieses drohte einzustürzen und wurde abgestützt. Der Audifahrer wurde dabei leicht verletzt.


Feueralarm löste am Montagabend, gegen 21.45 Uhr, eine automatische Brandmeldeanlage in einem Warenhaus in der Marktbreiter Straße in Kitzingen aus. Die Stadtfeuerwehr Kitzingen traf wegen zeitgleich durchgeführter Hydrantenproben in kürzester Zeit an der Einsatzstelle ein. Bei einem defekten Scheinwerfer im Schau- fensterbereich, eines im gleichen Gebäude untergebrachten Filialisten, kam es zu einer Rauchentwicklung. Die Brandstelle konnte unter Zuhilfenahme zweier Wärmebild- kameras rasch lokalisiert werden. Die Feuerwehr lüftete das Ladengeschäft mit Hilfe von zwei Hochbruckgebläsen und montierte die komplette Scheinwerferreihe ab.


Sturmeinsätze im Stadtgebiet und auf angrenzenden Kreisstraßen

Am Samstag, 20. Mai, wurde die Stadtfeuerwehr Kitzingen durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Würzburg alarmiert. Abgebrochene und in bedrohlicher Schräglage geratene Bäume, absturzgefährdete Dachziegel, Aufrichten eines Bauzaunes und das Freiräumen von Straßen galt es zu bewerkstelligen. Grund dazu war ein Sturmtief, welches über den Landkreis Kitzingen zog. Die Stadtfeuerwehr wurde, auch noch am Folgetag, zu rund 20 Einsätzen gerufen. Im Einsatz waren über 30 Freiwillige. Nachdem die ILS Würzburg wegen der vielen eingehenden Notrufe ausgelastet war, wurden die Feuerwehreinsätze im Landkreis Kitzingen durch die im Feuerwehrgerätehaus Kitzingen untergebrachte Kreiseinsatzzentrale (KEZ) koordiniert. Einsatzleiter war Stadtbrandmeister Werner Grötsch.


Bürgermeister rettet 88jährigen

Am Freitag, 03.02.2006, in den Vormittagsstunden, bemerkte der 46-Jährige gebürtige Mainstockheimer Peter Enck, beim Verlassen einer Arztpraxis, dass aus dem schräg gegenüberliegenden Haus starker Rauch aus dem Dachstuhl aufstieg. Er setzte einen Notruf ab und betrat kurzerhand das Haus. Im ersten Stock ließ sich die Wohnungstüre nicht öffnen. Der zur Hilfe herbeeilende Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs (Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr Kitzingen) trat daraufhin die Türe ein. Beide konnten dadurch einen bereits schwer verletzten 88jährigen Rentner im brennenden und verqualmten Haus aus dem Obergeschoss retten.
Der um sich beißende Hund des Seniors wurde anschließend mit Hilfe einer rasch übergeworfenen Decke lebend ins Freie gebracht. Brandursache soll ein umgestürzter Heizstrahler gewesen sein. Der Sachschaden soll sich auf 100.000 EURO belaufen.
Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Mainstockheim, Kitzingen und Buchbrunn.

Bürgermeister K.-D. Fuchs wurde bereits im Jahr 1987 mit dem Steckkreuz für besondere Verdienste bei einer damaligen Menschenrettung, bei der er maßgeblich beteiligt war, ausgezeichnet.

Text: HaZi
Foto: RL

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