Einsätze des Jahres 2004

Fünf Menschen mit der Drehleiter vom Balkon gerettet.

Ein brennender Adventskranz soll nach Zeitungsangaben die Ursache für einen Brand in einem Mehrfamilienhaus in Kitzingen gewesen sein. Die Stadtfeuerwehr wurde am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen 1.25 Uhr zu einem Wohnungsbrand alarmiert. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die Wohnung im zweiten Stockwerk bereits im Vollbrand. Durch die starke Rauchentwicklung war für die dreiköpfige Familie sowie für ein Ehepaar, welches sich in der darüber liegenden Wohnung befand, eine Flucht durch das Treppenhaus nicht mehr möglich.
Alle fünf Personen konnten auf ihre Balkone flüchten. Von dort konnten sie mit Hilfe der Drehleiter gerettet werden. Wegen Rauchgasvergiftungen wurden zwei ambulant und drei Verletzte stationär in einem Krankenhaus behandelt. Das Feuer war schnell unter Kontrolle, problematisch erwies sich allerdings die Bekämpfung versteckter Glutnester in der Wärmedämmung und in den Rollokästen des Neubaus. Der Schaden in den Wohnungen und am Gebäude soll sich auf rund 125000 EURO belaufen. HaZi


Den Hochzeitsgästen stinkt´s – Schwefelalarm bei Feier im Römerhof – Unerwartete Gäste

An diese Hochzeitsfeier wird sich das Paar, das am Samstagabend, den 30.10.04, im Römerhof feierte, ein Leben lang erinnern. Als Gäste tauchten unerwartet Feuerwehr und Rettungsdienst auf.

Möglicherweise waren es Kinder oder Jugendliche, die den Einsatz der Rettungskräfte notwendig machten. Ganz sicher war sich die Polizei auch gesten noch nicht über den „Täter“. Eines war jedoch klar: Eine Flasche mit Schwefeldioxyd wurde geöffnet und sorgte für den Alarm.

Gegen 21:30 Uhr wurde der Rettungsdienst informiert und zu einem Gefahrguteinsatz im Römerhof gerufen. Dort sei Säure ausgetreten, die geborgen, beziehungsweise gebunden werden müsse. Während der Anfahrt wurde berichtet, das von dem Austritt bis zu 50 Gäste des Lokales betroffen sein könnten. Es sei mit Reizungen zu rechnen. Dies veranlasste den Einsatzleiter zur Alarmierung der Einsatzkräfte des Sanitäts- und Betreuungsdiestes im Kreisverband. Auch die Feuerwehrkräfte aus Kitzingen, Sickershausen und Iphofen waren schnell zur Stelle und konnten bereits nach kurzer Zeit Entwarnung geben: Von den betroffenen Personen war niemand verletzt, die Flasche wurde schnell gefunden und beseitigt. Einsatzende war deden 22:30 Uhr.

Hochzeitsgäste und Brautpaar konnten aufatmen und beschwingt weiterfeiern.

Auszug aus Kitzinger Zeitung


Am Dienstag, 01. Juni 2004, kam es auf der BAB 7, kurz vor der Anschlussstelle Marktbreit, in Fahrtrichtung Ulm, zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Kleinlaster und einem Sattelzug. Der Fahrer des Kleinlasters fuhr auf die hintere linke Seite des Sattelaufliegers auf.
Der Fahrer des Sattelzuges wollte zuvor einem VW-Busfahrer, welcher wegen eines Reifenschadens in die Außenschutzplanke der BAB prallte, helfen. Die unverletzten Insassen des VW-Busses kamen allerdings alleine zurecht, weshalb der Lenker des Gespanns wieder weiterfuhr. Nachdem der Sattelzug etwa 100 Meter Strecke zurückgelegt hatte, fuhr der mit drei Montagearbeitern besetzte Kleinlaster, offenbar ungebremst, auf.
Hierbei wurde dessen Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt und konnte durch die Freiwillige Feuerwehr Kitzingen gerettet werden. Seine beiden Mitfahrer, welche nicht angeschnallt gewesen sein sollen, wurden auf die Fahrbahn geschleudert und sollen sofort tot gewesen sein.
Der Sattelzugfahrer erlitt einen Schock, der Sachschaden soll sich auf rund 30000 EURO belaufen. Die Fahrstreifen der Autobahn in Richtung Ulm wurden wegen des Unfalls zwei Stunden gesperrt, der Rückstau erreichte eine Länge von rund 8 Kilometern.

HaZi

Am Montag, 31. Mai 2004, gegen 2.20 Uhr, wurde die Freiwillige Feuerwehr Kitzingen zum Löscheinsatz einer brennenden Hecke an der Bundesstraße 8, in Höhe der Anschlussstelle zur Bundesautobahn 7 gerufen. Beim Eintreffen der Kitzinger Löschmannschaft stellte sich allerdings heraus, dass neben einer Hecke auch ein langgestreckter Haufen mit Häckselabfällen von der Seitenstreifenbereinigung der Bundesstraße 8 lichterloh brannte.
Zur Brandbekämpfung wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Biebelried, Buchbrunn und Mainstockheim zugezogen. Wegen der Löscharbeiten, der Kühlung des Asphalts der Fahrbahn und zum Schutz angrenzender Bepflanzung musste die Autobahnanschlussstelle gesperrt werden. Unter Zuhilfenahme eines Frontladers aus Mainstockheim und rund 40000 Liter Wasser ließ man den ungefähr 400 Quadratmeter großen, meterhohen, Brandherd bis in die Morgenstunden kontrolliert niederbrennen.
Die Brandursache ist unbekannt.

Text: HaZi

Zu einem schweren Verkehrsunfall, bei welchem zwei LKW beteiligt waren, kam es am Montag den 03.05.04 gegen 5:30 Uhr, in Kitzingen.
Bei noch ausgeschalteter Ampel missachtete der Fahrer eines Lieferwagen die Vorfahrt eines Sattelzuges auf der B8. Die Freiwillige Feuerwehr Kitzingen befreite den schwerverletzten Fahrer des Lieferwagens aus seinem demolierten Fahrerhaus. Der Sachschaden soll rund 60000.-Euro betragen. Die B8 war für zwei Stunden für den Verkehr gesperrt. Trotz Umleitungen kam es zu größeren Verkehrsbehinderungen.

Text: HaZi

Verheerender Brand in Kitzingen

Am 29. April 2004, kurz nach 23.45 Uhr, gingen bei der Polizeiinspektion Kitzingen mehrere Notrufe ein, die einen Dachstuhlbrand in der Oberen Bachgasse meldeten. Beim Eintreffen des Kitzinger Feuerwehrkommandanten ließ dieser, angesichts der engen Altstadt-Bebauung, sofort Großalarm auslösen. 160 Freiwillige der Stadtfeuerwehr Kitzingen mit den Stadtteilfeuerwehren aus Repperndorf, Hohenfeld, Hoheim und Sickershausen sowie der Freiwilligen Feuerwehr Iphofen bekämpften das Feuer von vier Seiten aus.
Trotz des Einsatzes von drei Feuerwehrdrehleitern (zwei aus Kitzingen, eine aus Iphofen) konnte ein explosionsartiges Übergreifen der meterhoch aufschlagenden Flammen auf angrenzende Häuser nicht vermieden werden.

Fünf Häuser wurden teilweise ein Raub der Flammen. Ein weiteres angrenzendes Wohnhaus konnte hingegen von den Flammen erfolgreich geschützt werden. Der Brand war nach zwei Stunden unter Kontrolle. Mit Notfallseelsorge, BRK und Polizei waren rund 200 Helfer im Einsatz. Drei Hausbewohner erlitten Rauchgasvergiftungen, 13 Anwohner wurden durch den Brand obdachlos. Die Stadtteilfeuerwehr Sickershausen und das BRK stellten für Betroffene und Einsatzkräfte zwei Zelte auf. Die Obdachlosen wurden in der Nacht kurzerhand im Landratsamt Kitzingen untergebracht.

Die Nachlöscharbeiten und Brandwache zogen sich noch lange in den Folgetag hinein. Die Brandursache ist noch ungeklärt, für erste vor Ort aufgetauchte Gerüchte, dass es sich um Brandstiftung handeln könnte, gab es nach bisherigen polizeilichen Ermittlungen keine Hinweise.

Seit dem Zweiten Weltkrieg war dies der größte Gebäudebrand in der Kitzinger Stadtgeschichte.

Text: HaZi

Am 26.04.2004 ereignete sich gegen 14 Uhr ein LKW- Unfall im Biebelrieder- Kreuz . Das Fahrzeug wurde aus einer Kurve, von der A7 in Richtung Auffahrt A3, getragen.
Die Feuerwehren Kitzingen, Biebelried und Dettelbach dazu alarmiert. Der Fahrer wurde vom Rettungsdienst verletzt ins Krankenhaus gebracht, glücklicherweise war dieser nicht in seinem Führerhaus eingeklemmt.
Es mussten ca. 250 Liter Dieselkraftstoff aus dem Tank des umgekippten LKW abgepumpt werden um ein Auslaufen beim Aufrichten des LKW zu verhindern.
Ausgelaufene Bremsflüssigkeit und Dienselkraftstoff wurden abgestreut und gebunden.

Der griechische Sattelzug war mit rund 14 Tonnen Pita (griechisches Fladenbrot) beladen, welches von der Feuerwehr Kitzingen und dem Bergungsunternehmen in mühevoller Handarbeit umgeladen wurde.

Nach rund 3 Stunden Teilsperrung der Autobahnauffahrt war diese wieder für den Verkehr frei befahrbar.

Text: HaZi
Foto: Schrolli


In den Mittagstunden des 6. April fing ein Sattelauflieger mit Tiefkühlkost auf der BAB 3, innerhalb des Kreuzes Biebelried, in Fahrtrichtung Nürnberg, Feuer.
Der Brand brach aus unbekannter Ursache im Bereich der hinteren Achsen des Aufliegers aus. Der LKW-Fahrer konnte die Zugmaschine noch rechtzeitig vom Auflieger trennen und in Sicherheit bringen. Verletzt wurde während des Ereignisses niemand, die Höhe des Sachschaden steht noch nicht fest. Während der Lösch- und Bergungsarbeiten kam es teils zu größeren Verkehrsbehinderungen.
Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren Kitzingen, Biebelried und Rottendorf.

HaZi


Bei einem Wohnhausbrand in den Nachtstunden des 24. Februar kam im Kitzinger Stadtteil Hohenfeld eine Person ums Leben.
Die Stadtfeuerwehr und die Ortsteilfeuerwehren aus Hohenfeld und Sickershausen waren im Einsatz und fanden die Leiche zum Ende der Löscharbeiten im Haus. Die Leiche war so stark verkohlt, dass nach Polizeiangaben, die Identität des Opfers unklar ist. Eine DNA-Untersuchung soll hierbei Klarheit schaffen.
Das Feuer war im Wohnbereich des Hauses aus bisher unbekannter Ursache ausgebrochen und beschädigte das Gebäude beträchtlich. Der Sachschaden soll sich auf annähernd 130000 EURO belaufen.

HaZi

In den Nachmittagsstunden des 21.01.2004 kam es im Kitzinger Altstadtkern zu einem Brand in einer Dachwohnung. Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte war nur mäßiger Brandrauch aus dem hinteren Teil des verwinkelten Wohnhauses festzustellen. In Windeseile breiteten sich allerdings die Flammen, von außen nicht sichtbar, unter der Dachisolierung und im Fehlboden des Gebäudes aus. Die Bewohner des Hauses, sechs US-Amerikaner, konnten aus dem Gebäude flüchten. Eine Frau erlitt leichte Verletzungen. Angrenzende Gebäude waren durch die Flammen akut bedroht.

Eine große Erschwernis der Feuerwehren war die Lokalisierung des „unsichtbaren“, aber stetig weiterlaufenden, Brandes innerhalb des Dachbereichs sowie bauliche Gegebenheiten des Gebäudes. Die Feuerwehrarbeiten konnten erst am Folgetag, gegen die Mittagszeit, eingestellt werden. Der Sachschaden soll sich, laut Zeitungsberichten, um die Millionengrenze befinden.

Im Feuerwehreinsatz wurden über 120 Atemluftflaschen verbraucht. Im Großeinsatz waren neben BRK, THW, Polizei auch sämtliche Freiwillige Feuerwehren des Stadtgebiets Kitzingen, die Freiwilligen Feuerwehren der Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen sowie die Freiwillige Feuerwehr Iphofen, insgesamt rund 300 Helfer.

Fotos: R. Weiskopf
Text: HaZi
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