Einsätze des Jahres 2003

Am vergangenen Montagabend kam es zu einem folgenscheren Überholvorgang eines PKW-Fahrers auf der Staatsstraße 2271, kurz vor dem Ortseingang Kitzingen. Ein PKW-Fahrer überholte, aus Richtung Hörblach aus kommend, einen LKW und prallte dabei auf einen entgegenkommenden Zuckerrübentransporter. Dessen Fahrer versuchte noch auszuweichen.
Der PKW-Fahrer, welcher alleine im Fahrzeug war, konnte durch die alarmierten Feuerwehren aus dem Unfallfahrzeug gerettet werden.

                       
Unfallfahrzeug

HaZi


Zu einem folgenschweren Zusammenstoß zweier PKW mit vier Verletzten kam es am Montagabend, 03.11.2003, gegen 18.30 Uhr auf der Staatsstraße 2271, bei der Abzweigung zum Einkaufcenter „Kaufland“.
Ein PKW-Fahrer wollte aus Richtung Kitzingen aus kommend nach links Richtung Albertshofen abbiegen. Vermutlich übersah dabei der Fahrer des linksabbiegenden PKW einen entgegenkommenden PKW, welcher mit drei Personen besetzt war. Der vermeintliche Unfallverursacher wurde beim Aufprall in sein Fahrzeug eingeklemmt und konnte schwerverletzt von der Freiwilligen Feuerwehr Kitzingen aus seinem Fahrzeug gerettet werden. Die drei anderen Unfallbeteiligten wurden dabei leicht verletzt.

PKW nach Personenrettung

HaZi


Ungebremst auf einen staubedingt stehenden österreichischen Sattelzug fuhr am 28.10.2003, in den Nachtstunden auf der A 3 bei Kitzingen, mit Tempo 90, ein LKW-Fahrer mit seinem Anhänger auf. Beim Aufprall riss der Anhänger des Auffahrenden ab und kam auf der Überholspur zum stehen. Die A 3 musste wegen Rettungs- und Bergungsmaßnahmen längere Zeit, in Fahrtrichtung Frankfurt, gesperrt werden. Der österreichische Fahrer blieb nahezu unverletzt, der auffahrende deutsche LKW-Lenker konnte schwerstverletzt gerettet werden. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren Kitzingen und Stadt Schwarzach sowie die Werkfeuerwehr der Abtei Münsterschwarzach. Der Sachschaden soll sich auf annähernd 160000 EURO belaufen.

    
LKW Unfall
Bild 1

    
LKW Unfall
Bild 2

    
LKW Unfall
Bild 3

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Zwei junge Frauen kamen in der Nacht zum Sonntag, 26.10.2003, bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B 8 in Kitzingen ums Leben. Gegen 23.45 Uhr fuhren sie mit ihrem Opel Corsa aus Richtung Biebelried nach Kitzingen. Am Ortseingang von Kitzingen, in Höhe der US-Wohnsiedlung, prallten sie mit ihrem Fahrzeug frontal gegen einen entgegenkommenden LKW. Der LKW geriet nach dem Zusammenstoß von der Fahrbahn ab und kippte um. Der Fahrer erlitt dabei leichte Verletzungen. Wegen der Unfallursache hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen.

    
PKW

    
LKW im Graben

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Schwerer Unfall mit komplizierter Bergung

Am 21.10.2003, gegen 15.45 Uhr verunglückte ein 21-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Kitzingen zwischen Mainstockheim und Kitzingen und musste mit schweren Verletzungen ins Kreiskrankenhaus gebracht werden. Weitere Personen sind nicht zu Schaden gekommen.
Nach Angaben der Polizei hat eine Zeugin berichtet, der Fahrer des Unfall-Pkws sei mit geringer Geschwindigkeit aus Richtung Mainstockheim gekommen, sei rechts in den Straßengraben gerutscht und weiter gegen einen Baum geprallt. Dabei habe sich das Fahrzeug aufgestellt und sei kopfüber auf der Straße liegengeblieben.
Die Rettungsdienste von der Kitzinger und Mainstockheimer Feuerwehr sowie des Roten Kreuzes benötigten 30 Minuten für die komplizierte Bergung des im Auto eingeklemmten Mannes.
Über die Ursachen des Unfalls konnte die Polizeiinspektion noch keine Angaben machen. Alkoholkonsum des 21-Jährigen schloss die Polizei jedoch aus. Die Straße zwischen Kitzingen und Mainstockheim mussten die Hilfskräfte vorübergehend komplett sperren.
Nach der Bergung des verunglückten Fahrers auf der Landstraße zwischen Kitzingen und Mainstockheim hat die Feuerwehr den Unfallwagen wieder auf die Räder gebracht. Der Pkw hatte Öl und Benzin verloren.

Einsatzbild vom PKW-Unfall

Text: Zeitung „Die Kitzinger“
Foto: HaZi


Strohbllenbrand in Hohenfeld

Lichterloh brannten aus unbekannter Ursache in den Nachmittagstunden des 12. Oktober 2003 rund 170 Strohballen in einer Feldscheune am Ortsausgang Hohenfeld. Die Feuerwehren aus Kitzingen, Hohenfeld und Sickershausen ließen den Unterstand mit den Ballen kontrolliert abbrennen. Angrenzend gelagerte Strohballen konnten von Funkenflug der Brandstelle durch eine Wasserwand geschützt werden. Der Sachschaden soll bei rund 20000 EURO liegen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

    
Strohballenbrand

    
Strohballenbrand

    
Strohballenbrand

HaZi


Feuerwehreinsatz vom 2003-09-02

Alarmiert wurden heute gegen 13.30 Uhr die Freiwilligen Feuerwehren Stadt Kitzingen und Repperndorf. Brandobjekt waren einige Dutzend Groß-Strohballen in der Gemarkung „Seelein“ bei Repperndorf. Anliegende Landwirte unterstützten die Löscharbeiten mit ihren schweren motorisierten Arbeitsgeräten. Hinsichtlich der Brandursache hat die Polizei Kitzingen die Ermittlungen aufgenommen.

Einsatzbild vom Strohballenbrand

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Feuerwehreinsatz vom 07.08.2003

Retten konnte die Freiwillige Feuerwehr Kitzingen einen PKW-Fahrer aus seinem Fahrzeug nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn A3, kurz vor dem Kreuz Biebelried, in Fahrtrichtung Frankfurt. Am 07.08.2003, gegen 22 Uhr, fuhr ein PKW Ford Fiesta auf einen LKW auf. Dabei wurde der Fahrer des PKW in seinem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt.
Während der Rettungsarbeiten waren beide Fahrspuren der Autobahn in Fahrtrichtung Frankfurt gesperrt.

verunfallter PKW

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Bahndamm- und Böschungsbrände zwischen Dettelbach und Kitzingen

von den Flammen bedrohte Wohnhäuser
Foto: S. SEBELKA

Vermutlich durch einen Güterzug mit festsitzender Bremse wurden durch Funkenflug am 16.07.2003, kurz vor 14 Uhr, mehrere Bahndamm- und Böschungsbrände innerhalb der Bahnlinie Würzburg – Nürnberg ausgelöst. Mit Ausnahme von zwei Fernreisezügen, welche nicht mehr rechtzeitig umgeleitet werden konnten, musste der Zugverkehr im Gleisabschnitt zwischen Dettelbach und Kitzingen für Löscharbeiten eingestellt werden. Gegen 18 Uhr wurde die Sperre aufgehoben. Bei Buchbrunn griffen die Brände auf umliegende Felder über. Im Stadtgebiet Kitzingen waren mehrere Wohnhäuser durch die Flammen bedroht. In nachbarschaftlicher Löschhilfe waren mehrere Freiwillige Feuerwehren aus umliegenden Ortschaften, die US-Feuerwehr sowie die Werkfeuerwehr Fehrer bei hochsommerlichen Temperaturen zur Brandbekämpfung eingesetzt. Aufgrund sich plötzlich drehenden Windes wurden zwei Feuerwehrleute durch Brandrauch verletzt. Ein Übergreifen der Flammen auf Häuser konnte gerade noch verhindert werden.

    
Löschangriff
am Eselsberg

    
Löscharbeiten
am Bahndamm

    
Nachlöscharbeiten
am Bahndamm

 

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Brand mit Gefahrgut

Am Freitag den 20.06.03, gegen 2.20 Uhr, geriet ein 36-Tonner Lastzug mit Stückgut auf der Autobahn A3, in der Nähe der Anschlussstelle Kitzingen, in Brand (Fahrtrichtung Nürnberg). Nachdem festgestellt worden ist, dass auch Gefahrgut in der Ladung mitbefördert wird, wurde der Löschzug-Gefahrgut des Landkreises Kitzingen alarmiert. Das Feuer brach an der Hinterachse der Zugmaschine aus. Der Anhänger konnte im letzten Moment noch abgekoppelt werden. Der LKW sowie seine Ladung wurden durch den Brand komplett zerstört. Das Gefahrgut, verschiedene Flüssigkeiten, konnte geborgen werden. Die Autobahn musste längere Zeit komplett gesperrt werden. Nach Presseangaben beläuft sich der Gesamtschaden auf etwa 150.000 EURO. Neben dem Gefahrgutfachberater des Landkreises Kitzingen waren die Freiwilligen Feuerwehren Kitzingen, Wiesentheid, Geiselwind, Volkach, Stadtschwarzach, Dettelbach sowie die Werkfeuerwehr der Abtei Münsterschwarzach im Einsatz.

    
Ausgebrannter
LKW

    
Löschangriff
mit Schaumrohr

    
Bergungsarbeiten
.

 

HaZi


Am Mittwoch, 18.06.2003, gegen Mittag, kam es in der US-Wohnsiedlung „Marshall Heights“ in Kitzingen zu einem Brand in einer Wohnung. Die Bewohner konnten sich selbst in Sicherheit bringen. Die Freiwillige Feuerwehr Kitzingen und die US-Feuerwehr hatten im gemeinsamen Einsatz das Feuer rasch unter Kontrolle, konnten aber nicht verhindern, dass die Küche komplett ausbrannte. Mehrere Räume wurden durch Ruß und Brandrauch in Mitleidenschaft gezogen. Neben den Feuerwehren waren auch das BRK-Kitzingen, mit mehreren Fahrzeugen, sowie Beamte der Polizeiinspektion Kitzingen eingesetzt.

HaZi


Freitag, 06.06.2003
Auf der BAB 7 in Fahrtrichtung Ulm, in Höhe der Anschlussstelle Kitzingen, kam gestern in den frühen Abendstunden, ein niederländisches Wohnwagengespann von der Fahrbahn ab und schleuderte in den angrenzenden Böschungsbereich. Da vermutet wurde, dass eine Person im Fahrzeug eingeklemmt war, wurden die Freiwilligen Feuerwehen Kitzingen, Biebelried und Rottendorf gerufen. Die PKW-Insassen, zwei Erwachsene und zwei Kleinkinder konnten sich aber selbst befreien, sodass die Kitzinger Feuerwehr nur noch Absperrmaßnahmen durchführen musste. Die zwei Kleinkinder wurden zur weiteren Beobachtung in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht.

HaZi


Am Dienstag, 15.04.2003, in den Abendstunden, brannte in der Nachbargemeinde Mainstockheim der Dachstuhl und das Dachgeschoss eines Einfamilienhauses. Zur Brandbekämpfung waren die Freiwilligen Feuerwehren Mainstockheim, Kitzingen und Buchbrunn im Einsatz. Als Brandursache wird, laut Zeitungsaussagen, ein Deckenfluter in Betracht gezogen. Die Schadenshöhe soll ca. 250 TEUR betragen.

HaZi


Am Samstag, 12.04.2003, gegen die Mittagszeit kam es, wie auch am Vortag, zu einem Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2271 (Kitzingen – Hörblach). Aus ungeklärter Ursache prallte ein PKW auf ein weiteres Fahrzeug und schleuderte dieses, glücklicherweise genau entlang eines Wirtschaftsweges, in den angrenzenden Wald. Hier kam das Fahrzeug in einer mit Regenwasser gefüllten Senke zum stehen.
Großes Glück im Unglück – es gab außer Sachschaden nur leichtverletzte Personen.

HaZi


„Viel Rauch um nichts“

Sonntagfrüh, den 02.03.03, gegen 08.00, Uhr rückte ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Kitzingen aus, nachdem festgestellt worden ist, dass aus einem Industriebetrieb in der Flugplatzstraße starker, dunkler Qualm austritt.

Allerdings stellte die Feuerwehr bei Eintreffen fest, dass es nicht im Betrieb brannte. Die außerhalb des Gebäudes angebrachte Heizanlage produzierte, aufgrund einer Störung, eine unvollkommene Verbrennung. Dadurch trat aus dem Abgasrohr der Heizanlage stark rußender, von weitem sichtbarer, Rauch aus.

HaZi


18.02.2003 Hundesalon in der Schrannenstraße wird Raub der Flammen

Ein Leichtverletzter und vermutlich hoher Sachschaden, das ist die Bilanz eines Brandes, der am Dienstag gegen 9.45 Uhr in einem Geschäftshaus in der Kitzinger Schrannenstraße ausgebrochen war.

Wie es im Pressebericht der Polizeidirektion Würzburg heißt, habe die mit drei Löschzügen angerückte Feuerwehr „professionell“ das Feuer gelöscht, das im Erdgeschoss des Wohn- und Geschäftshauses entstanden war. Der im Parterre des Hauses untergebrachte Hundesalon brannte völlig aus, die beiden oberen Etagen verrußten. Glücklicherweise kamen Menschen nicht ernsthaft zu Schaden, schreibt die Polizei. Während zwei Mieter unverletzt blieben, erlitt der Hausbesitzer eine leichte Rauchgasvergiftung. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Kriminalpolizei Würzburg übernommen. Die Schadenshöhe ließ sich bis Dienstagmittag nicht ermitteln.

Unser Bild zeigt die Kitzinger Feuerwehr im Einsatz.

(Foto: S. SEBELKA)


In der Nacht zum 03.02.2003 brannte die Sattelzugmaschine eines „40-Tonners“ am neuen Kreisverkehr in Kitzingen total aus. Ein Übergreifen der Flammen auf die Ladung, 23 Tonnen Holzspanplatten, konnte durch rasches Eingreifen verhindert werden. Die Brandursache war vermutlich ein technischer Defekt am Motor des Fahrzeugs.

(Text: HZ)
(Foto: MS)


Am 13.01.2003 Gegen 8 Uhr kam es zu einem weiteren Unfall. Kurz vor dem Biebelrieder Kreuz wich ein mit Diesel beladener Sattelzug einem umgekippten Autoanhänger aus, kam nach links ins Schleudern und blieb quer zur Fahrbahn liegen. Der Fahrer erlitt einen Schock. Der Sattelzug war mit 32 Tonnen Diesel beladen. Durch den Unfall wurden drei Kammern aufgerissen.

Eingesetzte Feuerwehrkräfte waren, BF-Würzburg, FF-Kitzingen, FF Rottendorf.
Es wurde mit Erfolg das weitere Auslaufen von Dieselkraftstoff durch Abdichtmassnahmen vermindert. Somit konnte durch Ableiten in einen flachen Zwischenbehälter und weiteres Abpumpen in einen 5000 Liter Faltbehälter eine Katastrophe verhindert werden. Die bereits ausgelaufene Flüssigkeit wurde durch Bindemittel in Schach gehalten. Die restlichen Kammern konnten dann durch einen zweiten Tanklastzug abgepumpt werden.

Die Autobahn musste voll gesperrt und der Verkehr über die Anschlusstelle Rottendorf abgeleitet werden.

(Text: MP/RL)
(Foto: MS)


Am 13.01.03 gegen 0.45 Uhr ereignete sich auf der A 3 kurz nach der Dettelbacher Mainbrücke in Fahrtrichtung Nürnberg ein schwerer Verkehrsunfall.

Dabei fuhr ein Laster auf einen Schleppzug der US-Army auf. Der Fahrer des Lastzuges schätzte offenbar die Geschwindigkeit des vor ihm fahrenden US-Abschleppfahrzeuges falsch ein. Beim Aufprall schaukelte sich sein Zugfahrzeug auf, kippte um und stieß gegen die Mittelleitplanke. Daraufhin knickte der Anhänger ein und die Ladung – zehn Tonnen Autozubehörteile und Schrauben – verteilte sich auf die Fahrbahn.

Nach Angaben der Autobahnpolizei entstand bei dem Unfall ein Gesamtschaden von rund 67 000 Euro.

Die Feuerwehr Kitzingen war mit sechs Fahrzeugen und 25 Mann an der Unfallstelle, um das ausgelaufenen Motorenöl sowie Dieselkraftstoff abzubinden und bei der Fahrbahnreinigung zu helfen. Die Bergung der Fahrzeuge und Räumung der Unfallstelle dauerte bis in die Vormittagsstunden an. So lange wurde der Verkehr über die Standspur vorbeigeleitet.

(Text: MP/RL)
(Foto: MS)


Hochwasser Januar 2003

Auch Kitzingen und Umland wurde von der Hochwasserwelle Januar 2003 nicht verschont und überall wurde „Land unter“ gemeldet.
Schuld daran war das milde Klima und der Dauerregen vergangener Woche.

Für die Bevölkerung standen ca. 10000 Sandsäcke zur Abholung im Städtischen Bauhof Kitzingen bereit.

Am Samstag, den 04.01.2003, spitzte sich die Hochwassersituation äußerst rasant zu. Immer wieder wurde im Internet nach den aktuellen Wasserständen nachgeschaut, aber es gab kein Anzeichen der Entspannung.
Für Kitzingen ist der Stand der Meßstelle in Trunstadt ausschlaggebend, von hier aus dauert es ca. 24 Stunden bis der Wasserstand uns erreicht. Weiter fließt das Naß zur Schweinfurter Pegelmessung und dann nach Astheim.

Anhand dieser Wasserstandsmessungen konnte eine Prognose aufgestellt werden, die nichts gutes erahnen ließ. Daraufhin stellten wir von der Feuerwehr Kitzingen bereits am Samstag, den 04.01.03, ab 10:00 Uhr eine 24-Stunden Bereitschaft im Schichtbetrieb auf. Diese beinhaltete die landkreiseigene Nachalarmierungsstelle (NaST), welche von der Stützpunktwehr Kitzingen und einer Gruppenbesatzung gestellt wurde.
Das Telefon der NaSt klingelte fortwährend, es wurden Sandsäcke verlegt, Abschottungen eingebaut, Türen und Wände abgespreizt, sowie Absperrungen aufgestellt.

Am Samstag wurde um 16:00 Uhr bereits ein Wasserpegel von 3,70m gemessen, der Normalstand beträgt ca. 2,30 m. Ab 3,90 m musste der Landkreiskrisenstab einberufen werden, welcher sich aus den Katastrophenschutzbeauftragten des Landratsamtes und der Führungsebene der Hilfsorganisationen zusammensetzt. Dieser hatte dann auch am Sonntag um 9:30 Uhr die erste Sitzung.

Zusätzlich wurde das THW, BRK, Wasserwacht sowie zwei Soldaten der Volkacher Bundeswehr mit einem Unimog in diese 24-Stunden- Bereitschaft integriert. Wasserwacht und die Bundeswehrsoldaten verlegten ihren Stützpunkt in die Feuerwehr Kitzingen.

Das Aufgabengebiet der Soldaten und Wasserwacht bestand darin, Personen, welche ärztliche Behandlung im Hochwassergebiet benötigten, aus dem Gefahrenbereich zu bringen, da die Rettungswägen des BRK nicht mehr durch die Fluten anfahren konnten. Ferner waren diese zur Personenbeförderung abgestellt.

Am Sonntag, den 05.01.03, um 16:00 Uhr, wurde der Höchststand bei 4,65m gemessen, dies entspricht einen um 2,35m höheren Wasserstand als normal.
Das Telefon in der Nachalarmierungsstelle klingelte pausenlos, Öltanks kippten um und mußten wieder aufgestellt, gesichert und das ausgelaufene Öl gebunden werden. Weitere Sandsäcke mußten verlegt, sowie Keller auf sichere Pegel abgepumpt werden.

Ab Sonntag, ca. 18:00 Uhr, sank das Hochwasser gemächlich. Am Montag und Dienstag wurden die überfluteten Keller ausgepumpt, vorher war dies nicht möglich, da immer wieder das Wasser nachdrückte.

Am Montag, den 06.01.03, um 22:00 Uhr, endete offiziell die 24-Stunden- Bereitschaft und dauerte insgesamt 60 Stunden. Einsatzende war für uns am Dienstag um 13:00 Uhr, bis dahin waren alle aufgelaufen Hilfemeldungen abgearbeitet. Allerdings mußte natürlich noch die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt werden und die eingesetzten Pumpen, Schläuche, Fahrzeuge usw. gereinigt werden.

Somit wurden insgesamt von der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Kitzingen 1118 Einsatzstunden geleistet, aufgeteilt auf durchschnittlich 36 Einsatzkräfte.

Ein skuriller Vorfall ereignete sich in der Nacht im Feuerwehrhof.
Dabei hatten Unbekannte die Flagge des Wasserwacht-Bootes angezündet, den Reifen des Anhängers zerstochen und das Bundeswehrfahrzeug beschädigt. Die Flagge tropfte brennend auf die Schlauchboothaut, welche so stark beschädigt wurde, dass das Boot nicht mehr einsatzfähig war. Weiterhin wollten die Täter den Tank des Außenbordmotors anzünden, dies mißlang zum Glück.
Nicht auszudenken, wenn es zu einem Notfall-Einsatz gekommen wäre und die Hilfe aus diesem Grund zu spät eingetroffen wäre.
Schlimmstenfalls hätten die Täter ein Menschenleben auf dem Gewissen.

(Text: RL/HZ)
(Foto: MR/RL/Kitzinger Zeitung)

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